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Freitag, 12. April 2024

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Noch vor einigen Jahren wurde das Spiel ohne Daumen als Variation für schwache Spieler belächelt. Ausnahme : Belmonte und Co.

Nachdem Jason Belmonte aber immer wieder Alles gewann und wiederholt Spieler des Jahres wurde, hat sich das Spiel ohne Daumen als Variation etabliert. Und die Zahl erfolgreicher Spieler steigt stetig. Auffällig ist, das neue Spieler OHNE Daumen schneller zu einem erfolgreichen Balllauf kommen. Es scheint, dass das Spiel ohne Daumen einfacher zu lernen als mit.

OK! Wir wissen alle: Der Daumen stört. Die Mehrheit aller Spieler ist mit der Daumen Bohrung nicht wirklich zufrieden. Also schauen wir uns dass mal genauer an. Erst einmal gibt es 2 Variationen 1händig und 2händig.

 1händiges Spiel unterscheidet sich eigentlich kaum vom Spiel mit Daumen, lediglich der Swing nach hinten ist nicht so hoch möglich, meistens nur bis Hüfthöhe, und das Timing ist leicht angepasst so dass der Ball immer leicht in die Hand gedrückt wird. Der Pendel ist schnell und das Handgelenk stark in der Cut Haltung. Der Rest ist Gefühlssache. Optisch sieht das Spiel sehr harmonisch aus, und scheint Beine, Hand und Kreuz nicht sonderlich zu belasten. Meistens ist es problematisch genug Speed passend zur Rotation zu erzeugen.

2händig ist etwas problematischer. Viele neue Spieler haben im Anlauf einen Sprung im vorletzten Schritt, um darüber genug Power und Speed zu generieren. Das sieht für mich nicht gerade ästhetisch aus, und scheint stark belastend für Rücken Knie und Sprunggelenke zu sein. Aber es kommen immer mehr Spieler ohne diesen „Sprung“ aus, was dann auch wieder durchaus elegant aussehen kann;  meiner Meinung nach der bessere Weg.

Die Ball Bohrung.

Ohne Daumen kann man natürlich auch keinen Fehler im Spann machen, lediglich für die Finger Winkel gibt es Variationen. Der Proshop hat genug Erfahrung um schnell das Optimum zu finden. Das erspart Geld und Frust! Hier sind keine Probleme.

Ball Haltung.

Der Ball wird sehr nahe am Körper gehalten an der Seite oder vor dem Bauch jede Variation ist machbar. Die Hand ist dabei deutlich unter dem Ball. Das Handgelenk ist individuell von leicht uncut bis stark cut; (leicht offen bis stark eingeknickt) Manchmal so stark dass der Ball auf dem Arm liegt. Mit diesen Variationen ist es möglich den Balllauf auf das Ölbild anzupassen.

Schritte

Viele 2Händer machen im vorletzten Schritt einen „Powerschritt“, Oft ist das ein kaum reproduzierbarer Sprung. Elegant ist das nicht, gelenkschonend erst recht nicht. Jeder Bowler sollte versuchen OHNE Sprung auszukommen, die Genauigkeit und Reproduzier Fähigkeit wird sich deutlich steigern. Es geht nämlich auch ohne springen, was sich immer mehr durchsetzt.

Zugegeben braucht das Release eine hohe Geschwindigkeit, die man durch den Powersprung gewinnen kann. Die neuesten erfolgreichen Spieler kommen aber OHNE SPRUNG auf die gleiche Geschwindigkeit bei höherer Genauigkeit. Wo kommt der Speed also her ?  Nun, wie immer ist das Physik.

Der Ball wird anfangs vor dem Körper gehalten, oft 2 vorsichtige Schritte, dann nach HINTEN OBEN geschoben wobei hinten immer noch am Körper ist! Auch hierbei ist ein vorsichtiger gezielter Schritt angesagt. Die Höhe ist entscheidend für die folgende Abgabe. Im Timing mit dem letzten Schritt wird der Ball aus dieser Position nach UNTEN VORNE geschoben, und zwar mit maximaler Geschwindigkeit. Das Release ist danach wie beim Cranker (Cut/Uncut) was ohne Daumen extrem einfacher ist.

Genau betrachtet würde ein 2 Schritt oder 3 Schritt Approach völlig reichen.

Anlauf ist auch hier das falsche Wort, gelaufen wird beim Bowling nicht. (Zumindest nicht bei erfolgreichen Spielern)

Da diese Spieltechnik starke Umdrehungen bringt, ist es notwendig sich deutlich genauer mit dem Ölbild zu befassen.

Stroker oder Full Roller Spieler kümmern sich kaum um Ölmuster, und spielen JEDES ÖLBILD im Bereich von

Leiste 7 bis 10 bei den Spots, 1 bis 3 Leisten gegen die Bahn.

Ohne Daumen wird das nur selten funktionieren, übliche Bereiche liegen eher zwischen

Leiste 12 und 25 bei den Spots, 4 bis 30 Leisten gegen die Bahn!

Aber das entscheidet das Ölbild.

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Medienwart     Walter Köhler